Heimatgeschichte · Bottrop ·

Bottrop: Geschichte

Bottrop: Geschichte

Der Name der Stadt leitet sich aus dem mittelalterlichen Namen Borthorpe her, was so viel wie „Dorf am Hügel“ bedeutet.

1092 wurde die Siedlung erstmals in den Besitzregistern des Klosters Werden erwähnt. 1253 wurde die Kommende Welheim des Deutschen Ordens gegründet. Um 1340 wurde die Knippenburg errichtet. 1432 erhielt Bottrop das Marktrecht.
Die Siedlung gehörte zum Vest Recklinghausen des Kurfürstentums Köln. Das gesamte Kirchspiel Bottrop unterstand dem kurkölnischen Statthalter des Vestes Recklinghausen. In Bottrop kreuzte der „Vestische Hellweg“, eine historische Verbindung zwischen Recklinghausen und dem Rheinland, die Straße nach Dorsten. Dank dieser Lage erlangte Bottrop eine gewisse Bedeutung als Marktort, unter anderem als Viehmarkt. 1796 wurde die Baumwollspinnerei Lichtenhagen gegründet.

Mit dem Vest Recklinghausen wurde Bottrop im Zuge der Säkularisation 1803 dem Herzogtum Arenberg-Meppen zugeschlagen und nach dessen Auflösung am 22. Januar 1811 dem Großherzogtum Berg, in dem Bottrop zusammen mit Osterfeld eine Mairie bildete. Kirchhellen war damals eine eigene Mairie. Die Befreiungskriege beendeten 1813 die französische Herrschaft; Bottrop wurde im selben Jahr preußisch.
Am 23. April 1816 wurde Bottrop dem Kreis Recklinghausen in der Provinz Westfalen zugeordnet. Ab 1821 bildete Bottrop zusammen mit Osterfeld, heute zu Oberhausen gehörig, die Bürgermeisterei Bottrop, die mit Kirchhellen einen gemeinsamen Amtsverband bildete. 1844 wurde dann im Rahmen der Einführung der Westfälischen Landgemeindeordnung aus der Bürgermeisterei Bottrop das Amt Bottrop gebildet.
Bürgermeister und Amtmann von Bottrop war von 1821 bis 1851 Wilhelm Tourneau. Der wirtschaftliche Aufschwung Bottrops während seiner langen Amtszeit und danach ist nicht zuletzt seiner Weitsicht und Tatkraft zu verdanken. Während der großen Teuerung und Hungersnot 1846/1847 nahm er Kredite auf, um Getreide anzukaufen und die bedürftigen Familien mit Brot und Mehl versorgen zu können. Im unruhigen Revolutionsjahr 1848 bildeten die Bottroper Bauern und Bürger einen Schutzverein mit vier Kompanien, um insbesondere die Bauerschaften Batenbrock und Boy (1. Kompanie), Eigen (2. Kompanie), Fuhlenbrock (3. Kompanie) und Lehmkuhle (4. Kompanie) vor Plünderern zu schützen.
Mit der Abteufung der Zeche Prosper I begann 1856 die Zeit des Steinkohlenbergbaus in Bottrop. Osterfeld schied 1891 aus dem Amt Bottrop aus und bildete ein eigenes Amt. …

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Bottrop“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Edgar El, CC BY 3.0 – Wikimedia Commons