Hohenlohekreis: Geschichte
Der Hohenlohekreis wurde durch die Kreisreform am 1. Januar 1973 gebildet. Damals wurden die Altkreise Öhringen und Künzelsau zum neuen Hohenlohekreis vereinigt. Zum Kreisgebiet kamen aus dem Landkreis Buchen die Stadt Krautheim sowie die bis dahin selbständige Gemeinde Winzenhofen, die zugleich nach Schöntal eingemeindet wurde, und die Gemeinde Simprechtshausen des Landkreises Crailsheim, die zwei Jahre später nach Mulfingen eingemeindet wurde. Kreisstadt wurde Künzelsau. Die beiden Altkreise Öhringen und Künzelsau gehen zurück auf die alten gleichnamigen württembergischen Oberämter, die nach dem Übergang der ehemals hohenlohischen Herrschaftsgebiete an Württemberg nach 1803 errichtet wurden. Dem Oberamt Öhringen wurde 1926 der östliche Teil des aufgelösten Oberamts Weinsberg angeschlossen. 1938 wurden beide Oberämter in Landkreise überführt und einige Grenzänderungen vollzogen. Das Gebiet um Krautheim war bis 1945 badisch und bildete anfangs ein eigenes Amt, das 1864 mit dem Amt Boxberg vereinigt wurde und schließlich bei dessen Auflösung zum Kreis Buchen (Odenwald) kam. Bei der Kreisreform kam der überwiegende Teil des Landkreises Buchen zum Neckar-Odenwald-Kreis, das Gebiet um Krautheim jedoch zum Hohenlohekreis.
Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Hohenlohekreis noch 16 Gemeinden, darunter acht Städte. Größte Stadt und inzwischen Große Kreisstadt ist Öhringen, kleinste Gemeinde ist Zweiflingen.
Am 1. Januar 1977 kam Brettach durch dessen Umgemeindung von Wüstenrot nach Bretzfeld vom Landkreis Heilbronn zum Hohenlohekreis.
Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).
Der Anteil der Protestanten und Katholiken an der Gesamtbevölkerung sinkt jährlich um 1 Prozentpunkt. Gemäß dem Zensus 2022 waren (Mai 2022) 39,1 % der Einwohner evangelisch, 25,0 % katholisch und 35,9 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe. Der Kreis war im Jahr 2022 einer von zwei Kreisen in Baden-Württemberg, die eine (knappe) evangelische Mehrheit hatten.
Laut kirchliche Statistik der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat sich die Anzahl der Katholiken im Kreis im Jahr 2023 mit 733 Personen (oder 0,6 % der Gesamtbevölkerung) verringert, im Jahr 2024 mit 738 Personen (0,6 % der Gesamtbevölkerung) und im Jahr 2025 mit 538 Personen.