Landkreis Bernkastel-Wittlich: Geschichte
Das heutige Kreisgebiet von Bernkastel-Wittlich war vor Ende des 18. Jahrhunderts in viele Territorien zersplittert. In den von der Französischen Revolution ausgelösten Kriegen kam das Gebiet unter französische Herrschaft. 1815 kam es unter preußischer Verwaltung und 1816 entstanden die beiden Kreise Bernkastel und Wittlich, die 1946 Teil des Landes Rheinland-Pfalz wurden.
Der Landkreis Wittlich und der größte Teil des Landkreises Bernkastel wurden bei der Kreisreform in Rheinland-Pfalz am 7. Juni 1969 zum heutigen Landkreis vereinigt, wobei außerdem die Stadt Traben-Trarbach sowie die Ortsgemeinden Burg, Enkirch, Starkenburg und Thalkleinich des aufgelösten Landkreises Zell (Mosel) einbezogen wurden. Das Gebiet um Rhaunen des Landkreises Bernkastel kam zum Landkreis Birkenfeld. Am 7. November 1970 wurde die Abgrenzung des Landkreises geändert. Die Ortsgemeinden Beuren, Irmenach und Lötzbeuren des Rhein-Hunsrück-Kreises sowie die Ortsgemeinden Breit, Büdlich, Heidenburg und Trittenheim des Landkreises Trier-Saarburg kamen neu zum Landkreis, während die Ortsgemeinden Spangdahlem, Gransdorf, Oberkail, Seinsfeld und Steinborn in den Landkreis Bitburg-Prüm wechselten.
Am 1. Januar 2012 wechselte die Ortsgemeinde Trittenheim zurück in den Landkreis Trier-Saarburg.
Der Landkreis gehörte seit 1994 zur Initiative Region Trier (IRT), in der regionale öffentliche Institutionen, Verwaltungen, Hochschulen, Unternehmen, Banken und engagierte Einzelpersonen mit dem Ziel, die Zukunft der Region als wirtschaftlich attraktiven, kulturell bedeutsamen und ökologisch intakten Raum mit hohem Lebens- und Freizeitwert zu sichern, partnerschaftlich zusammenarbeiteten.
Am 25. Mai 2009 erhielt der Landkreis den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.
=== Konfessionsstatistik ===
Laut Zensus 2022 waren am 25. Mai 2022: 57,2 % der Einwohner römisch-katholisch, 13,1 % evangelisch und 29,6 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe. Der Anteil der evangelischen und katholischen Kirchenglieder an der Gesamtbevölkerung ist seitdem gesunken. Ende Mai 2026 hatten 51,0 % der Einwohner die katholische Konfession und 11,7 % die evangelische. 37,3 % gehörten entweder einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder waren konfessionslos.