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Jena: Sehenswürdigkeiten

Jena: Sehenswürdigkeiten

=== Kirchen ===

Im Zentrum die evangelische 1 Stadtkirche St. Michael​ ​ 50.929058711.587989955074, in ihr befindet sich die ursprüngliche Grabplatte Martin Luthers. Diese war zur Aufstellung in Wittenberg vorgesehen, verblieb jedoch in Jena. Der Bau der spätgotischen Hallenkirche dauerte fast 200 Jahre. Begonnen 1486, wurde der 75 Meter hohe, achteckige Turm mit Renaissancehaube erst 1556, zwei Jahre vor der Erhebung der Hohen Schule zur Universität, fertiggestellt. Eine architektonische Besonderheit ist die Unterführung unter dem Altar, die im Mittelalter und der frühen Neuzeit als einziger Zugang zu dem (inzwischen längst aufgelösten) Zisterzienserinnenkloster diente und als eines der „Sieben Wunder“ Jenas galt.
Die 2 St. Johannes Baptist​ ​ 50.9301768511.582356991318 in der Wagnergasse ist aus dem 9. Jahrhundert und damit älter als die Stadt selbst. Sie ist die einzige katholische Kirche Jenas.
Die 3 Schillerkirche​ ​ 50.932411.6004, Trauungskirche Friedrich Schillers und Charlotte von Lengefeld (1790), findet man in Jena-Ost.
Das Langhaus und der Kirchturm der 4 Auferstehungskirche in Drackendorf​ ​ 50.8881311.62963 sind zwischen 1653 und 1656 neu aufgebaut worden. Im Inneren findet man die Sandstein-Epitaphien zweier Pfarrer und einer weiblichen Angehörigen der Gutsbesitzerfamilie von Griesheim.

Jena selbst hat keine Burg, allerdings die mittlerweile zu Jena gehörenden Orte Lobeda mit der 1 Lobdeburg​ ​ 50.89055555555611.620277777778 Typ aus Wikidata bezogen und Kunitz mit der gleichnamigen 2 Kunitzburg​ ​ 50.960811.6478 Typ aus Wikidata bezogen. Zudem seien die Burgruine in Burgau erwähnt und die vier Hausbergburgen Greifberg, Windberg, Kirchberg 1 und Kirchberg 2.
Auf dem Hausberg bei Jena erhebt sich neben der traditionsreichen Gastwirtschaft wahrzeichenhaft der 3 Fuchsturm​ ​ 50.9236511.62152. Er stellt den weithin sichtbarsten Überrest einer Burgengruppe dar, die im hohen und späten Mittelalter auf dem Höhenzug bestanden hat. Die historische Überlieferung erwähnt drei Namen: Kirchberg, Greifenberg und Wintberg. Die älteste Anlage, Kirchberg, wird bereits im Jahre 937 und dann mehrmals in der zweiten Hälfte des 10. sowie im beginnenden 11. Jahrhundert chronikalisch bzw. als Ausstellungsort königlicher Urkunden genannt. Im 11. Jahrhundert findet auch der zugehörige Burgbezirk Erwähnung. Seit der Mitte des 12. Jahrhunderts nehmen auf dem Hausberg königliche Burggrafen Verwaltungsaufgaben wahr. Etwa gleichzeitig (1156) tritt das Geschlecht der Herren von Greifenberg für ca. 100 Jahre in das Licht der Geschichte. Erst relativ spät, im Jahr 1279, wird die Burg Wintberg urkundlich erwähnt. Neuere Untersuchungen in den 1990er Jahren erbrachten durch eine Neubewertung archäologischer Funde und die Dokumentation der auf dem Bergrücken vorhandenen baulichen Reste den Nachweis von insgesamt vier mittelalterlichen Burganlagen. …

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Quelle: Text: Wikivoyage – „Jena“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Christian Liebscher (Platte), CC BY-SA 3.0 – Wikimedia Commons