Landkreis Spree-Neiße: Geschichte
Der Landkreis Spree-Neiße entstand am 6. Dezember 1993 im Zuge der Kreisreform in Brandenburg aus den Landkreisen Cottbus, Guben, Forst und Spremberg. Der Landkreis Guben, in dem eine Fusion mit dem Landkreis Eisenhüttenstadt und der damals kreisfreien Stadt Eisenhüttenstadt bevorzugt wurde, legte Verfassungsbeschwerde gegen die Kreisreform ein, die jedoch abgelehnt wurde.
Im Rahmen der Gemeindegebietsreform 2003 musste der Landkreis gegen seinen erklärten Willen die Gemeinden Gallinchen, Groß Gaglow und Kiekebusch (vorher Amt Neuhausen/Spree) zur Eingemeindung an die Stadt Cottbus abtreten. Nach dem Willen der Landesregierung sollten gleichzeitig die restlichen Gemeinden dieses Amtes zur amtsfreien Gemeinde Neuhausen/Spree zusammengeschlossen werden. Aufgrund von Formfehlern wurde dieser Zusammenschluss erst mit Wirkung vom 19. September 2004 wirksam.
Bei der für 2019 geplanten Verwaltungsstrukturreform in Brandenburg sollte der Landkreis Spree-Neiße nach einem im Oktober 2016 vorgelegten Entwurf der Landesregierung mit den Landkreisen Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz sowie der kreisfreien Stadt Cottbus in einem neuen Landkreis Niederlausitz zusammengeschlossen werden. Nach Kritik an den Plänen wurde im Juli 2017 ein Gesetzentwurf vorgestellt, der eine Fusion des Landkreises Spree-Neiße mit der Stadt Cottbus zu einem neuen Landkreis Cottbus-Spree-Neiße vorsah. Nach heftigen Protesten auf kommunaler Ebene wurden die Pläne zur Verwaltungsstrukturreform im November 2017 wieder verworfen.