Heimatgeschichte · Stendal ·

Landkreis Stendal: Geschichte

Landkreis Stendal: Geschichte

=== Preußen und Deutsches Reich ===
Der Kreis Stendal im Regierungsbezirk Magdeburg der preußischen Provinz Sachsen wurde im Rahmen der preußischen Verwaltungsreformen nach dem Wiener Kongress zum 1. Juli 1816 eingerichtet. Das Landratsamt befand sich in Stendal. Der Kreis gliederte sich in die drei Städte Arneburg, Bismark und Stendal sowie in Landgemeinden und – bis zu deren Auflösung im Jahre 1928 – in Gutsbezirke.
Am 6. Oktober 1862 wurde die Colbitz-Letzlinger Heide aufgeteilt. Der Kreis Stendal erhielt die östlichen Teile der Oberförstereien Burgstall und Jävenitz. Seit dem 1. Juli 1867 gehörte der Kreis zum Norddeutschen Bund und seit dem 18. Januar 1871 zum Deutschen Reich.
Am 1. April 1909 schied die Stadt Stendal aus dem Kreis aus und bildete einen eigenen Stadtkreis. Der Kreis Stendal wurde fortan als Landkreis bezeichnet. Zum 30. September 1928 fand auch im Kreis Stendal wie im übrigen Preußen eine Gebietsreform statt, bei der alle Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten Landgemeinden zugeteilt wurden. Mit Einführung des preußischen Gemeindeverfassungsgesetzes vom 15. Dezember 1933 gab es ab dem 1. Januar 1934 eine einheitliche Kommunalverfassung für alle preußischen Gemeinden. Mit Einführung der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 wurde zum 1. April 1935 das Führerprinzip auf Gemeindeebene durchgesetzt. Eine neue Kreisverfassung wurde nicht mehr geschaffen; es galt weiterhin die Kreisordnung für die Provinzen Ost- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sachsen vom 19. März 1881.
Die Gemeinde Tangerhütte, die bis 1928 Vaethen hieß, erhielt 1935 das Stadtrecht.
Nach der Auflösung der preußischen Provinz Sachsen zum 1. Juli 1944 gehörte der Kreis zur neuen Provinz Magdeburg. Im Frühjahr 1945 wurde der westelbische Teil des Kreisgebietes durch die amerikanischen Streitkräfte, der ostelbische Teil durch polnische und sowjetische Streitkräfte besetzt.

Am 15. Juni 1950 kam es in der DDR zu einer ersten Verwaltungsreform, in deren Rahmen die Stadt Stendal wieder in den Landkreis Stendal eintrat.
Im Zuge der Verwaltungsreform von 1952 in der DDR wurden an der Abgrenzung des Landkreises umfangreiche Änderungen vorgenommen:

Die Stadt Bismark sowie die Gemeinden Arensberg, Berkau, Büste, Döllnitz, Holzhausen, Karritz, Könnigde, Kremkau, Neuendorf am Damm, Poritz und Wartenberg kamen zum Kreis Kalbe.
Die Gemeinden Baben, Häsewig, Klein Schwechten und Ziegenhagen kamen zum Kreis Osterburg.
Die Stadt Tangerhütte sowie die Gemeinden Bellingen, Birkholz, Bittkau, Bölsdorf, Buch, Demker, Grieben, Grobleben, Groß Schwarzlosen, Hüselitz, Jerchel, Lüderitz, Schelldorf, Schernebeck, Schönwalde, Stegelitz, Weißewarte und Windberge kamen zum Kreis Tangerhütte.
Alle übrigen Gemeinden, darunter die Städte Arneburg, Stendal und Tangermünde bildeten den Kreis Stendal.
Die Kreise Stendal, Kalbe, Osterburg und Tangerhütte wurden dem neuen Bezirk Magdeburg zugeordnet.
Am 1. Januar 1988 wurde der Kreis Tangerhütte aufgelöst und in Teilen wieder in den Kreis Stendal eingegliedert.

Am 6. Mai 1990 fanden die ersten Kommunalwahlen nach der politischen Wende von 1989 statt. Am 31. Mai konstituierte sich damit der erste freigewählte Kreistag und der Landkreis Stendal bekam mit Lothar Riedinger wieder einen Landrat.
Die Fraktionsvorsitzenden der im ersten Kreistag vertretenen Parteien waren: …

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Stendal“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Radler59, CC BY-SA 3.0 – Wikimedia Commons