Kaiserslautern: Geschichte
=== Frühe Geschichte ===
Der Raum um Kaiserslautern ist seit der Jungsteinzeit beziehungsweise seit der Zeit der bandkeramischen Kultur – entspricht dem sechsten und fünften Jahrtausend vor Christus – besiedelt, ebenso ist eine römische Besiedlung nachweisbar.
Seit der Hallstattzeit – dem achten Jahrhundert vor Christus – war der Kaiserslauterer Raum wohl durchgängig besiedelt. Aus dieser Zeit stammen mehrere keltische Grabhügel im Stadtgebiet, etwa beim Kalkofen, im Grübentälchen, in dem in den 1930er Jahren Grabungen stattfanden, und nördlich der Bundesautobahn 6, wie Grabungen belegen, die in den Jahren 2003 und 2004 durchgeführt wurden.
Auch aus der Römerzeit haben sich Reste erhalten, beispielsweise unter der Stiftskirche und dem zugehörigen Kloster; sie erlauben jedoch nicht, den Siedlungscharakter zu klären. Die Lage bei einer Niederung lässt sowohl den Schluss auf eine Villa rustica als auch auf eine Straßenstation zu.
Römische Straßendämme sind südlich von Kaiserslautern zwischen dem Gelände der Technischen Universität und dem Nordostabhang des Dansenbergs nachgewiesen, ferner sind Reste der „via regalis“ erhalten, der Heerstraße von Metz nach Mainz, die etwa parallel zur heutigen Bundesstraße 40 verläuft und schon seit vorgeschichtlicher Zeit zu belegen ist. Für die Zeit nach dem Rückzug der Römer zu Anfang des fünften Jahrhunderts gibt es keine Belege.
In der Karolingerzeit im achten Jahrhundert führte der Zuwachs der Bevölkerung dazu, den Siedlungsraum von der Rheinebene zusätzlich in die Waldgebiete auszudehnen und sie mit neuen Verkehrswegen, Wirtschafts- und Verwaltungszentren zu erschließen. Zu diesen neu erschlossenen Gebieten gehörte unter anderem der Raum Kaiserslautern.
Um 830 wurde die Villa Luthra – von althochdeutsch lûttar ‚klar, hell‘ und aha ‚Wasser‘ – im Lorscher Reichsurbar erstmals urkundlich erwähnt. Nach 1152 ließ Barbarossa hier eine Pfalz errichten, weshalb Kaiserslautern bis heute als Barbarossastadt gilt.
1276 verlieh Rudolf von Habsburg dem Ort Lautern die Stadtrechte.
Der Status einer Freien Reichsstadt und die damit verbundenen Rechte ließen sich nicht lange halten. Schon 1313 oder 1314 wurde die Stadt an die Grafen Georg von Veldenz und Gottfried von Leiningen, 1322 durch den späteren Kaiser Ludwig den Bayern an König Johann von Böhmen verpfändet. In dieser Pfändungsurkunde erscheint erstmals der Name Keyserslûtern. Nach weiteren Verpfändungen wurde die Stadt im Jahr 1357 als Reichspfand an Kurfürst Ruprecht I. von der Pfalz abgetreten und kam danach an die Kurpfalz. Seit 1375 wurde die jetzt Kaiserslautern genannte Stadt an die Kurpfalz verpfändet und damit Sitz eines kurpfälzischen Amts beziehungsweise Oberamts.
Historisch wurde Kaiserslautern auch bei seinem lateinischen Namen genannt: Caesarea lutra – lutra wegen des Flüsschens, das durch Kaiserslautern floss. Heute wird die Lauter unterirdisch durch die Stadt geführt. Im Jahre 1322 ist in einer Urkunde erstmals der Name Keyserslûtern bezeugt.
Das Kloster Otterberg war in Kaiserslautern begütert und unterhielt hier auch einen Wirtschaftshof. …