Landkreis Neuburg-Schrobenhausen: Geschichte
=== Landgerichte ===
Der Landkreis umfasst das Gebiet des ehemaligen Herzogtums Neuburg-Sulzbach mit dessen Gericht Neuburg und das Gebiet um Schrobenhausen, das einst zum Herzogtum bzw. Kurfürstentum Bayern gehörte. 1803 wurden die Landgerichte Neuburg an der Donau und Schrobenhausen errichtet. Das Landgericht Neuburg gehörte ab 1808 zunächst zum Altmühlkreis, ab 1810 zum Oberdonaukreis, der ab 1838 Schwaben und Neuburg, später nur noch Schwaben hieß. Das Landgericht Schrobenhausen gehörte ab 1810 zum Isarkreis, der 1838 in Oberbayern umbenannt wurde. Die Stadt Neuburg an der Donau wurde 1809 bereits eine kreisunmittelbare Stadt. 1852 wurde die Distriktsgemeinde Neuburg gegründet.
Am 1. Januar 1862 entstanden die Königlichen Bezirksämter Neuburg und Schrobenhausen. Dabei umfasste das Bezirksamt Neuburg das neu gebildete Stadt- und Landgericht Neuburg und das Bezirksamt Schrobenhausen das gleichnamige Landgericht. 1879/80 wurde der Bezirk Neuburg um 38 der 42 Gemeinden des Gebietes des früheren Landgerichts Rain, das seit 1862 komplett zum Bezirksamt Aichach gehörte, sowie um sieben Gemeinden des Bezirksamtes Donauwörth vergrößert. Er musste dafür aber zehn Gemeinden an das Bezirksamt Ingolstadt abgeben.
Am 1. Januar 1939 wurde im Deutschen Reich die einheitliche Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Neuburg und Schrobenhausen.
1940 wurde die Stadt Neuburg an der Donau in den Landkreis Neuburg eingegliedert, doch wurde dies 1948 wieder rückgängig gemacht.
Im Rahmen der bayerischen Gebietsreform, die am 1. Juli 1972 in Kraft trat, wurde im Regierungsbezirk Oberbayern aus den folgenden Bestandteilen ein neuer Landkreis Neuburg a.d.Donau gebildet:
Die Stadt Neuburg a.d.Donau, bis dahin eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Schwaben
Der östliche Teil des schwäbischen Landkreises Neuburg a.d.Donau, bestehend aus den heutigen Gemeinden Bergheim, Burgheim, Ehekirchen, Karlshuld, Karlskron, Königsmoos, Oberhausen, Rennertshofen, Rohrenfels und Weichering
Alle Gemeinden des oberbayerischen Landkreises Schrobenhausen mit Ausnahme der Gemeinde Grimolzhausen, die zum Landkreis Aichach-Friedberg kam, sowie der Gemeinden Alberzell, Freinhausen, Gerolsbach, Hirschenhausen, Hohenwart, Klenau, Klosterberg, Koppenbach, Seibersdorf, Singenbach, Strobenried und Weichenried, die dem Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm zugeschlagen wurden
Am 1. Mai 1973 erhielt der Landkreis seine heutige Bezeichnung Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Die Stadt Neuburg an der Donau verlor zwar die Kreisfreiheit, erhielt zum Ausgleich aber den Status als Große Kreisstadt, das Landratsamt und den Kreissitz. 61.000 Einwohner hatte der alte Landkreis Neuburg gezählt. Der neue Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ging mit rund 73.000 Bewohnern und 740 Quadratkilometern Fläche aus der Gebietsreform hervor.
Am 1. Mai 1978 wechselten die Gemeinden Ammerfeld und Emskeim aus dem Landkreis Donau-Ries in den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen und wurden in die Gemeinde Rennertshofen eingegliedert. …