Heimatgeschichte · Flensburg ·

Flensburg: Geschichte

Flensburg: Geschichte

=== Vor- und frühgeschichtliche menschliche Spuren ===
Auf dem Stadtgebiet wurden verschiedene Spuren menschlichen Lebens und Wirkens aus der Zeit der Vor- und Frühgeschichte entdeckt. Stätten, die von diesen Zeiten zeugen, sind unter anderem die Grabhügel Friedenshügel, Nonnenberg und Weinberg.

Die Herkunft des erstmals 1248 erwähnten Stadtnamens Flensburg konnte noch nicht geklärt werden. Einer Sage nach gab Herzog Knud Lavard einem Ritter Fleno den Auftrag, am Ende der Förde eine Burg zu errichten. Diese Fleno-Burg solle der Stadt ihren Namen gegeben haben. Eine neuere Theorie besagt, dass sich der Name von einer kleinen Turmfestung ableite, deren Fundamente in der Nähe der Marienkirche gefunden wurden und die auf etwas wie einer Art kleinen Insel oder Landzunge lag. Die Silbe „flens“ könnte eine Verschmelzung der Wörter „fle“ (Schilf)
und „naes“ (Landzunge) sein.
Neben dem Gründungsmythos um den Ritter Fleno besitzt Flensburg einen apokalyptischen Mythos zu seinem Untergang, dessen Ausgangspunkt sich beim Hafermarkt befinden soll und in dem das Schwarze Schwein eine entscheidende Rolle spielt.

Während der Wikingerzeit vermied man es, Siedlungen direkt am Ufer anzulegen. Spätestens um die Mitte des 12. Jahrhunderts entstand dann am inneren Bereich der Flensburger Förde eine Handels- und Fischersiedlung rund um Sankt Johannis. Die St. Johannis-Siedlung zählte aufgrund ihres Standortes zur Husbyharde in Angeln. Im Jahr 1170 entstand weiter westlich am Fördeufer zudem das Kirchspiel Sankt Marien, um 1200 schließlich Sankt Nikolai und zuletzt im Jahr 1290 Sankt Gertrud. Diese Seite zählte zur Wiesharde und lag im Einzugsbereich des Flusses Scherrebek, der im Übrigen zum Mündungsbereich in die Flensburger Förde hin, nach dem Bau einer Wassermühle, den Namen Mühlenstrom erhielt. Diese Gebiete standen sämtlich unter der Herrschaft des dänischen Königs.
Historiker nehmen an, dass es mehrere Gründe für die Siedlungswahl an diesem Standort gab. Nach dem Ende der Wikingerzeit und der Überwindung der wendischen Land- und Seeherrschaft infolge der Versöhnung des Dänenkönigs Waldemars I. mit Heinrich dem Löwen war das Leben direkt am Wasser wesentlich ungefährlicher geworden als zuvor. Der Ort galt zudem als sicherer Hafen an der Förde, mit Schutz vor heftigen Winden. An dieser Stelle kreuzten sich überdies zwei bedeutende Handelsstraßen der damaligen Zeit: Es waren dies der historisch bedeutsame, durch ganz Jütland führende Ochsenweg und die Handelsstraße zwischen Nordfriesland und Angeln (einer der Angelbowege). Auch das große Vorkommen von Heringen in der Förde war ein bedeutender Faktor für das wirtschaftliche Wohlergehen der neuen Siedlungen. …

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Flensburg“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Diduful, Public domain – Wikimedia Commons