Heimatgeschichte · Nordhausen ·

Landkreis Nordhausen: Geschichte

Landkreis Nordhausen: Geschichte

Mittelpunkt und Verwaltungssitz ist die Stadt Nordhausen, die von 1220 bis 1802 Freie Reichsstadt war. Im Mittelalter bestanden auf dem Gebiet des heutigen Landkreises neben der Reichsstadt Nordhausen die Grafschaften Lohra, Klettenberg und Hohnstein; die Grafen von Hohnstein nahmen bis zu ihrem Aussterben im Mannesstamm 1593 eine dominierende Stellung ein.
Durch den Westfälischen Frieden fiel das Kreisgebiet 1648 zum Großteil an Kurbrandenburg. Im Jahre 1802 verlor Nordhausen seinen Reichsstadtstatus. 1816 entstand ein Kreis Nordhausen innerhalb der neugebildeten preußischen Provinz Sachsen. 1888 wurde der Kreis in Kreis Grafschaft Hohenstein umbenannt. Nordhausen war von 1882 bis 1945 kreisfreie Stadt.
Im April 1945 wurde das Kreisgebiet von der US-Armee besetzt, darauf der Sowjetischen Besatzungszone zugeschlagen und gehörte ab 1949 der DDR an. In diesem Zusammenhang wurde im Juli 1945 die Stadt Bad Sachsa in den Landkreis Osterode eingegliedert, kam also in die Britische Besatzungszone, dem späteren Niedersachsen. Grund war der Wunsch, die Bahnlinie Northeim–Nordhausen zumindest bis Ellrich durchgängig befahrbar zu lassen.
Im Oktober 1945 wurde Nordhausen Kreisstadt des nun wieder in Landkreis Nordhausen umbenannten Kreises. Daraus ging bei der Auflösung der Länder 1952 der Kreis Nordhausen hervor, der Teil des Bezirks Erfurt wurde.
Seit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 gehört der Kreis, wie schon von 1945 bis 1952 als Landkreis Nordhausen, dem Land Thüringen an. Als einziger Kreis blieb er von der Thüringer Kreisreform 1994 unberührt.

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Nordhausen“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Michielverbeek, CC BY-SA 4.0 – Wikimedia Commons