Heimatgeschichte · Rhön-Grabfeld ·

Landkreis Rhön-Grabfeld: Geschichte

Landkreis Rhön-Grabfeld: Geschichte

=== Landgerichte ===
Der Großteil des heutigen Kreisgebiets gehörte vor 1800 zum Hochstift Würzburg. 1803 kam das Gebiet zu Bayern. 1804 wurden die Landgerichte Bischofsheim, Hofheim, Königshofen, Mellrichstadt und Neustadt an der Saale eingerichtet. Sie gehörten ab 1817 zum Untermainkreis, der 1838 in Unterfranken und Aschaffenburg (später nur noch Unterfranken) umbenannt wurde.

Im Jahr 1862 wurde aus den Landgerichten Neustadt und Bischofsheim das Bezirksamt Neustadt, aus den Landgerichten Königshofen und Hofheim das Bezirksamt Königshofen im Grabfeld und aus dem Landgericht Mellrichstadt das gleichnamige Bezirksamt. Im Jahr 1900 wurde das Gebiet um Hofheim vom Bezirksamt Königshofen getrennt und zum eigenständigen Bezirksamt erklärt. Dieses wurde 1920 um Teile des ehemaligen Fürstentums Coburg erweitert, nachdem dieses zu Bayern gekommen war; es gehört heute zum Landkreis Haßberge. Das Bezirksamt Neustadt wurde 1934 in Bad Neustadt an der Saale umbenannt, nachdem die Stadt das Prädikat Bad von der eingegliederten Gemeinde Bad Neuhaus übernommen hatte.

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Bad Neustadt an der Saale, Königshofen im Grabfeld und Mellrichstadt.
1947 wurde der Landkreis Mellrichstadt um einige Gemeinden Thüringens erweitert (Exklave Ostheim vor der Rhön).

Im Rahmen der Gebietsreform wurde der Landkreis Bad Neustadt an der Saale am 1. Juli 1972 um die aufgelösten Landkreise Mellrichstadt und Königshofen im Grabfeld sowie die Gemeinde Strahlungen des Landkreises Bad Kissingen erweitert. Zum 1. Mai 1973 wurde er in Landkreis Rhön-Grabfeld umbenannt.
Am 1. Mai 1978 wechselte die Gemeinde Burglauer aus dem Landkreis Bad Kissingen in den Landkreis Rhön-Grabfeld.

Von 1988 bis 2008 wuchs der Landkreis Rhön-Grabfeld um knapp 6000 Einwohner bzw. um rund acht Prozent. Seit 2000 ist die Tendenz nach einem Höchststand von rd. 87.000 Einwohnern rückläufig.
Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl des Landkreises von 78.027 auf 79.690 um 1.663 Einwohner bzw. verblieb ein Plus von 2,1 %. 20 der 37 Gemeinden hatten 2018 weniger Einwohner als 30 Jahre zuvor.
Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987:

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Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Rhön-Grabfeld“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Zonk43, CC BY-SA 4.0 – Wikimedia Commons