Heimatgeschichte · Tirschenreuth ·

Landkreis Tirschenreuth: Geschichte

Landkreis Tirschenreuth: Geschichte

=== Landgerichte ===
Das Gebiet des Landkreises Tirschenreuth gehörte vor 1800 als Stiftland zum Großteil zum Kloster Waldsassen und kam 1803 zu Bayern. 1803 wurden die Landgerichte Waldsassen und Kemnath, 1804 das Landgericht Tirschenreuth errichtet. Sie gehörten bis 1810 zum Naabkreis, dann zum Mainkreis, der 1817 in Obermainkreis umbenannt wurde. 1838 kamen sie zum Regenkreis, der damals in Oberpfalz und Regensburg (später nur noch Oberpfalz) umbenannt wurde. 1849 wurde aus Gemeinden der Landgerichte Kemnath, Neustadt an der Waldnaab, Waldsassen und Tirschenreuth das neue Landgericht Erbendorf gebildet.

Das Bezirksamt Tirschenreuth wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Tirschenreuth und Waldsassen gebildet. Ebenso wurden die Landgerichte Erbendorf und Kemnath zum Bezirksamt Kemnath zusammengefasst.
Am 22. März 1871 trat das Bezirksamt Kemnath die Gemeinde Voit(h)enthan an das Bezirksamt Tirschenreuth ab.
Am 1. Januar 1931 gab es einige Grenzveränderungen. Dabei gab das Bezirksamt Kemnath einige Gemeinden an das Bezirksamt Neustadt an der Waldnaab sowie die Gemeinden Bärnhöhe, Friedenfels, Helmbrechts, Hohenhard und Poppenreuth an das Bezirksamt Tirschenreuth ab.

Am 1. Januar 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Kemnath und Tirschenreuth.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1972 der Landkreis Tirschenreuth vergrößert. Neu zum Landkreis kamen der größte Teil des aufgelösten Landkreises Kemnath sowie die Gemeinden Erbendorf, Grötschenreuth, Hauxdorf, Krummennaab, Reuth bei Erbendorf, Röthenbach am Steinwald, Thumsenreuth, Wetzldorf und Wildenreuth aus dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Das restliche Gebiet des Landkreises Kemnath kam zum Landkreis Bayreuth in Oberfranken und zum Landkreis Neustadt an der Waldnaab.
Am 1. Juli 1976 trat der Landkreis Tirschenreuth die Gemeindeteile Manzenberg, Pfaffenreuth und Reutlas der Gemeinde Lengenfeld bei Groschlattengrün an den oberfränkischen Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge ab. Die drei Orte wurden in die Stadt Marktredwitz eingemeindet. Am 1. Januar 1978 wechselte die Gemeinde Hessenreuth in den Landkreis Neustadt an der Waldnaab und wurde nach Pressath eingemeindet.
Seit März 2020 trat die COVID-19-Pandemie im Landkreis Tirschenreuth mit den vorübergehend relativ höchsten Fallzahlen (Infektionen und Todesfälle) Deutschlands als Teil der weltweiten COVID-19-Pandemie in Erscheinung. Als wesentliche Ursache wurde ein Starkbierfest vermutet, das am 7. März in Mitterteich stattgefunden hatte.

Von 1988 bis 2008 sank die Einwohnerzahl im Landkreis Tirschenreuth um rund 1600 Einwohner bzw. um rund 2 %. Seit Ende der 1990er Jahre nochmals ein Höchststand von gut 80.000 Einwohnern erreicht wurde, ist die Tendenz wieder rückläufig.
Zwischen 1988 und 2018 sank die Einwohnerzahl von 77.582 auf 72.504 um 5.078 Einwohner bzw. um 6,6 %. 19 von 26 Landkreisgemeinden verzeichneten einen negativen Einwohnersaldo bis zu 16 % im genannten Zeitraum. Die höchsten Einwohnerzuwächse hatte dabei der Raum Kemnath im westlichen Landkreis.

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Tirschenreuth“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Earth Science and Remote Sensing Unit, Lyndon B. Johnson Space Center, Public domain – Wikimedia Commons