Heimatgeschichte · Kronach ·

Landkreis Kronach: Geschichte

Landkreis Kronach: Geschichte

=== Landgerichte ===
Das Gebiet des heutigen Landkreises Kronach gehörte vor 1800 überwiegend zum Hochstift Bamberg. 1802 kam es zu Bayern. 1804 wurden die Landgerichte Kronach, Lauenstein und Teuschnitz gebildet, die zum Mainkreis, ab 1817 zum Obermainkreis, ab 1838 zu Oberfranken gehörten. 1837 wurde der Sitz des Landgerichts Lauenstein nach Ludwigsstadt und des Landgerichts Teuschnitz nach Nordhalben verlegt.

Im Jahr 1862 wurden beide Landgerichte als Verwaltungsbehörde zum Bezirksamt Teuschnitz vereinigt. Gleichzeitig entstand aus dem Landgericht Kronach das Bezirksamt Kronach.
Am 1. Januar 1880 wurde das Bezirksamt Teuschnitz aufgelöst, seine Gemeinden wurden dem Bezirksamt Kronach angegliedert. Zudem erhielt dieses Gemeinden des Bezirksamtes Stadtsteinach.
Bereits 1888 wurde das Bezirksamt Teuschnitz wegen der schlechten Verkehrsverbindung nach Kronach erneut eingerichtet. Am 1. Juni 1931 wurde es endgültig aufgelöst. Seine Gemeinden kamen mit zwei Ausnahmen zum Bezirksamt Kronach.
Am 1. Januar 1927 wurde das Bezirksamt Kronach um die Gemeinden Hain und Wildenberg des Bezirksamtes Lichtenfels vergrößert.

Am 1. Januar 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Kronach.
In der Zeit der deutschen Teilung war das Kreisgebiet nach Norden, Westen und Osten durch die Grenzanlagen der Deutschen Demokratischen Republik abgeschlossen. Orte wie Welitsch, Nordhalben oder Burggrub lagen dicht an der Grenze; die Grenzanlagen sind teilweise noch erkennbar (insbesondere in Welitsch bei Pressig).
Bei der Gebietsreform in Bayern wurde der Landkreis Kronach am 1. Juli 1972 um die Gemeinden Hofsteinach, Horb an der Steinach und Leutendorf b. Coburg des Landkreises Coburg vergrößert. Ebenfalls neu zum Landkreis kamen die Gemeinde Burkersdorf aus dem Landkreis Lichtenfels sowie die Marktgemeinde Seibelsdorf aus dem aufgelösten Landkreis Stadtsteinach, die sich mit vier anderen Gemeinden zum Markt Marktrodach zusammenschloss. Der Landkreis gab die Gemeinde Unterlangenstadt an den Landkreis Lichtenfels ab sowie die Gemeinde Dürrenwaid an den Landkreis Hof, die dort nach Geroldsgrün eingemeindet wurde.
Im März 1976 wurde das letzte bewohnte Gebäude des Gemeindeteils Kleinlichtenhain der Gemeinde Lichtenhain bei Gräfenthal im Kreis Neuhaus am Rennweg, Bezirk Suhl, Deutsche Demokratische Republik in die Gemeinde Kleintettau des Landkreises Kronach eingegliedert.
Am 1. Juli 1976 trat der Landkreis Kulmbach die Gemeinde Gössersdorf, die nach Weißenbrunn eingemeindet wurde, an den Landkreis Kronach ab. Am 1. Mai 1978 wurde der Gemeindeteil Mödlitz der Gemeinde Weidhausen bei Coburg in die Gemeinde Schneckenlohe des Landkreises Kronach umgegliedert. Der Landkreis Kronach erreichte damit seine heutige Ausdehnung. …

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Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Kronach“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Lutz Lange (talk), CC BY-SA 4.0 – Wikimedia Commons