Heimatgeschichte · Amberg ·

Amberg: Geschichte

Amberg: Geschichte

In Amberg wird der Königssitz des Markomannenkönigs Marbod vermutet, das antike Maroboudon.

Amberg wurde 1034 als „Ammenberg“ zum ersten Mal urkundlich erwähnt. In dieser auf den 24. April datierten Urkunde schenkte Kaiser Konrad II. auf Bitten seiner Gemahlin Gisela und seines Sohnes Heinrich dem Bamberger Bischof Eberhard I. und damit dem neu gegründeten Hochstift Bamberg alle Rechte, die der römisch-deutsche Kaiser und der bayerische Herzog im Ort besaßen. Der Begriff „Ammenberg“ bedeutet ‚Berg/Burg des Ammo‘. Es ist davon auszugehen, dass der Name zwischen 750 und 900 erstmals in Verwendung kam. Im Mittelalter war Amberg ein bedeutender Umschlagplatz für Eisen und Eisenerz. Zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert war das Amberger Land eines der Zentren des Eisenerzbergbaus in der Oberpfalz. Die Verhüttung erfolgte in der Nähe. Anschließend wurde das Eisen über die Vils nach Regensburg verschifft. Auf der Rückfahrt – die Schiffe wurden von Pferden flussaufwärts getreidelt – war Salz geladen. An den Salzhandel erinnern Straßennamen wie Salzstadelplatz, Salzgasse oder Hallplatz. Von 1294 ist das erste Stadtrecht bekannt.

Ab 1269 kam der Nordgau, der zuvor Kaiser Barbarossa und seinen Nachfahren aus dem Hause der Staufer gehört hatte, unter die Herrschaft der Wittelsbacher. 1329 teilte Kaiser Ludwig der Bayer durch den Hausvertrag von Pavia die Wittelsbacher Lande auf, wobei die Kurpfalz und der Nordgau an die Nachkommen seines Bruders Rudolf fielen, die nunmehr pfälzische Linie der Wittelsbacher.

Wegen der großen Entfernung zur kurpfälzischen Residenzstadt Heidelberg wurde für den Landesteil in Bayern eine eigene Regierung mit einem Statthalter eingerichtet, der in Amberg residierte. Amberg wurde damit Hauptstadt der Oberen Pfalz, während die Untere Pfalz in Heidelberg administriert wurde. Ruprecht III., Pfälzer Kurfürst und ab 1400 deutscher König, teilte 1410 seine pfälzischen Erblande auf seine vier Söhne auf, wobei das Gebiet um seine Geburtsstadt Amberg sowie um Nabburg, Oberviechtach und Kemnath als Kurpräzipuum bei der Rheinpfalz verblieben und von Heidelberg aus verwaltet wurden, während die übrigen Oberpfälzer Gebiete an Johann fielen, der sie als Pfalz-Neumarkt vom Pfalzgrafenschloss Neumarkt aus regierte.
Kurze Zeit (1410–1415) war Amberg der Sitz eines romtreuen Bischofs, Hermann von Hessen, den Papst Gregor XII. für das Bistum Regensburg eingesetzt hatte. Der damalige Regensburger Oberhirte, Bischof Albert III., hielt nämlich – wie die meisten deutschen Bischöfe – den durch das Konzil von Pisa gewählten Papst Alexander V. bzw. seinen 1409 gewählten Nachfolger Johannes XXIII. für das rechtmäßige Oberhaupt der Kirche. …

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Amberg“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Hermann Luyken, CC BY-SA 3.0 – Wikimedia Commons