Heimatgeschichte · Lüchow-Dannenberg ·

Landkreis Lüchow-Dannenberg: Geschichte

=== Verwaltungsgeschichte ===

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg entstand am 1. Oktober 1932 durch den Zusammenschluss der beiden 1885 gebildeten preußischen Landkreise Kreis Dannenberg und Kreis Lüchow. Das Gebiet des neuen Landkreises entsprach damit den alten hannoverschen Ämtern Dannenberg und Lüchow mitsamt den beiden bis 1885 amtsfreien Städten Dannenberg und Lüchow. Der neue Landkreis erhielt zunächst den Namen Landkreis Dannenberg und seine Kreisstadt war zunächst die Stadt Dannenberg. Durch die Grenzziehung der Besatzungszonen nach dem Zweiten Weltkrieg kam 1945 die bis dahin zu Mecklenburg gehörende linkselbische Gemeinde Kaltenhof zum Landkreis hinzu, der seitdem 232 Gemeinden und zwei gemeindefreie Gebiete umfasste.
Im Jahre 1951 wurde der Kreissitz in die Stadt Lüchow verlagert und der Landkreis in Landkreis Lüchow-Dannenberg umbenannt. Dem gingen fünf Jahre erbitterter Streit zwischen Lüchow und Dannenberg voraus; es wurden Denk- und Streitschriften verfasst, in denen beide Seiten einander Geschichtsfälschung und Egoismus vorwarfen. Die alte Rivalität brach später wieder im Streit um die Strukturreform auf. Zu kleineren Änderungen der Verwaltungsstruktur kam es am 1. Juli 1957, als Sarchem nach Hitzacker eingemeindet wurde, am 1. Januar 1961, als Seelwig nach Clenze eingemeindet wurde sowie am 1. Februar 1971, als Prisser nach Dannenberg eingemeindet wurde.
Eine umfassende Gemeindereform fand durch das Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Raum Lüchow am 1. Juli 1972 statt, als durch eine drastische Reduzierung der Zahl der Gemeinden die heutige Verwaltungsgliederung geschaffen wurde. Davor bestand der Landkreis zuletzt aus 229 Gemeinden. Dies war die höchste Anzahl an Gemeinden in sämtlichen Kreisen der damaligen Bundesrepublik. Umso bemerkenswerter erscheint dies vor dem Hintergrund, dass der Landkreis im Jahr 1972 die niedrigste Bevölkerungszahl aller Kreise Westdeutschlands aufwies (heute hat er die niedrigste Bevölkerungszahl aller Kreise Deutschlands). Etwa 80 Gemeinden hatten weniger als 100 Einwohner. Die kleinste Gemeinde Deutschlands, Liepehöfen, wies zum Zeitpunkt der Eingemeindung in die Stadt Dannenberg eine Einwohnerzahl von 3 auf. Durch die Gebietsreform von 1972 änderten sich auch die Außengrenzen des Landkreises. Die Gemeinden Meußließen und Reddien aus dem Landkreis Uelzen wurden in die Gemeinden Clenze bzw. Zernien eingegliedert. Außerdem wurden die Gemeinden Dübbekold und Katemin aus dem Landkreis Lüneburg in die Gemeinden Göhrde bzw. Neu Darchau eingegliedert. Die beiden Gemeinden Kakau und Varbitz schieden aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg aus und wurden in die Gemeinde Soltendieck im Landkreis Uelzen eingegliedert.
Eine genaue Beschreibung der Städte, Flecken und Dörfer des Landkreises erfolgt in dem Artikel Liste der Siedlungen des Landkreises Lüchow-Dannenberg.
In der Gemeinde Weitsche wurde 1994 das Bernsteintier gefunden, eine der ältesten Bernsteinfiguren aus der Vorzeit.
Am 28. Juni 2001 wurde der Vertrag über kommunale Partnerschaft mit dem polnischen Landkreis Obornicki unterzeichnet. Nach dem Umzug der Kreisverwaltung befinden sich noch das Amtsgericht und das ehemalige Kreiskrankenhaus (mittlerweile als Elbe-Jeetzel-Klinik privatisiert) in Dannenberg. …

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Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Lüchow-Dannenberg“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0