Preisschnalzen in Waging am See - Ablauf von 7 Passen
Das Wort aper, das in Aperschnalzen steckt, leitet sich aus dem althochdeutschen apir ab und bedeutet unbedeckt bzw. schneefrei. Es bezieht sich damit auf die Wiesen und Felder, die nicht mehr mit Schnee bedeckt sind. Das Aperschnalzen ist im Alpenvorland ein alter, vorchristlicher Brauch. Dabei wird in Kleingruppen, sogenannten Passen, mit Peitschen (Goaßl) ein rhythmischen Schnalzen und Knallen erzeugt. Der laute Knall, den die Goaßl erzeugt, soll symbolisch den Winter vertreiben und auf den wiederkehrenden Frühling überleiten.