Heimatgeschichte · Kanton Wallis ·

Schweiz – vom Bund der Eidgenossen zum modernen Bundesstaat

Auf dem Gebiet der heutigen Schweiz lebten in vorrömischer Zeit keltische Stämme wie die Helvetier, deren Name bis heute im lateinischen Landesnamen «Confoederatio Helvetica» fortlebt. Nach der römischen Eroberung entstanden Städte wie Aventicum; später siedelten Burgunder und Alemannen, und das Gebiet wurde Teil des Frankenreichs und schließlich des Heiligen Römischen Reichs.

Als Gründungsmoment gilt der Bundesbrief von 1291, in dem sich Uri, Schwyz und Unterwalden gegenseitigen Beistand zusicherten. Im Spätmittelalter wuchs die Eidgenossenschaft durch Bündnisse mit Städten wie Luzern, Zürich und Bern und behauptete sich in Schlachten gegen Habsburg und Burgund. Die Reformation unter Zwingli in Zürich und Calvin in Genf spaltete das Land konfessionell. Im Westfälischen Frieden 1648 wurde die Unabhängigkeit vom Reich formell anerkannt.

Nach der französischen Besetzung und der Helvetischen Republik bestätigte der Wiener Kongress 1815 die Grenzen und die immerwährende Neutralität. Nach dem kurzen Sonderbundskrieg entstand 1848 der moderne Bundesstaat mit einer Bundesverfassung. Die direkte Demokratie wurde ausgebaut, Industrialisierung, Tourismus und der Bau der Alpenbahnen brachten Wohlstand. In beiden Weltkriegen blieb die Schweiz neutral; das Frauenstimmrecht auf Bundesebene wurde erst 1971 eingeführt.

Heute prägen Viersprachigkeit, Föderalismus, direkte Demokratie und die Alpen das Selbstverständnis der Schweiz.

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von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Zur Verfügung gestellt vom Betreiber · Grundlage: Wikipedia