Heimatgeschichte · Berlin ·

Deutschland – vom Heiligen Römischen Reich zur Wiedervereinigung 1990

Im Altertum lebten auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands germanische und keltische Stämme; der Westen und Süden gehörten zeitweise zum Römischen Reich. Aus dem Frankenreich ging im Mittelalter das Ostfrankenreich hervor, und mit Otto dem Großen begann die Tradition des Heiligen Römischen Reichs, eines Verbunds zahlreicher Fürstentümer, geistlicher Territorien und Reichsstädte. Die Reformation Martin Luthers ab 1517 spaltete das Reich konfessionell, der Dreißigjährige Krieg verwüstete weite Landstriche.

Unter dem Druck Napoleons endete das alte Reich 1806. Nach dem Deutschen Bund und der gescheiterten Revolution von 1848/49 entstand 1871 unter preußischer Führung das Deutsche Kaiserreich. Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg wurde Deutschland mit der Weimarer Republik erstmals eine parlamentarische Demokratie.

1933 kamen die Nationalsozialisten an die Macht und errichteten eine Diktatur. Sie verfolgten politische Gegner, entfesselten 1939 den Zweiten Weltkrieg und ermordeten im Holocaust rund sechs Millionen europäische Jüdinnen und Juden sowie Hunderttausende Sinti und Roma; Millionen weitere Menschen wurden Opfer von Verfolgung und Vernichtungskrieg. Nach der bedingungslosen Kapitulation 1945 wurde das Land geteilt: 1949 entstanden die Bundesrepublik Deutschland und die DDR. Die Bundesrepublik wurde Gründungsmitglied der europäischen Einigung. Die Friedliche Revolution in der DDR führte 1989 zum Fall der Mauer und am 3. Oktober 1990 zur Wiedervereinigung.

Heute prägen Föderalismus, regionale Vielfalt, eine bewusste Erinnerungskultur und die Einbindung in Europa das Land.

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von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Zur Verfügung gestellt vom Betreiber · Grundlage: Wikipedia