Kassel – Nordhessen zwischen Landgrafen, Kurhessen und Preußen
Nordhessen trägt tiefe Spuren des frühen Mittelalters: Bonifatius wirkte hier als Missionar, das von seinem Schüler gegründete Kloster Fulda wurde zu einem der bedeutendsten Klöster des Reiches. Später wurde Kassel Residenz der Landgrafen von Hessen-Kassel, die mit dem Bergpark Wilhelmshöhe ein heute als Welterbe geschütztes Ensemble schufen.
Unter Napoleon war Kassel Hauptstadt des Königreichs Westphalen; danach bestand das Kurfürstentum Hessen, bis es 1866 nach dem Deutschen Krieg von Preußen annektiert wurde. Daraus entstand der Regierungsbezirk Cassel in der Provinz Hessen-Nassau, dem 1929 auch das frühere Waldeck zugeordnet wurde. Die Brüder Grimm sammelten in Kassel ihre Märchen.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Kassel durch Luftangriffe schwer zerstört. Nach 1945 lag die Region lange am Rand der innerdeutschen Grenze, zugleich machte die documenta Kassel zur Weltstadt der Gegenwartskunst.
Heute verbinden Nordhessen Industrie, Universität und weite Mittelgebirgslandschaften.
Welche Geschichten verbinden Sie mit Nordhessen? Teilen Sie Ihre Erinnerungen, Fotos und Familiengeschichten mit uns hier in der Heimatgeschichte!