Heimatgeschichte · Pinneberg ·

Schleswig-Holstein – zwischen Dänemark und Deutschland, zwischen den Meeren

Zwischen Nord- und Ostsee lebten im frühen Mittelalter Sachsen, Friesen, Dänen und Slawen; Haithabu war einer der großen Handelsplätze der Wikingerzeit. Lübeck stieg zur „Königin der Hanse“ auf. Die Herzogtümer Schleswig und Holstein waren über Jahrhunderte eng mit der dänischen Krone verbunden, obwohl Holstein zum Heiligen Römischen Reich gehörte.

Im 19. Jahrhundert wurde die Frage, ob die Herzogtümer dänisch oder deutsch sein sollten, zum Streitpunkt nationaler Bewegungen. Nach zwei Kriegen, zuletzt 1864, fielen sie an Preußen und wurden preußische Provinz. Der Kieler Matrosenaufstand 1918 gab den Anstoß zur Novemberrevolution. 1920 entschied eine Volksabstimmung, dass Nordschleswig zu Dänemark kam; so entstand die bis heute gültige Grenze.

Auch hier setzte sich der Nationalsozialismus durch, mit Verfolgung politischer Gegner und jüdischer Bürger. Nach 1945 nahm das Land sehr viele Flüchtlinge und Vertriebene auf; 1946 entstand das Land Schleswig-Holstein. Die Bonn-Kopenhagener Erklärungen von 1955 sicherten die Rechte der dänischen Minderheit in Deutschland und der deutschen Minderheit in Dänemark.

Heute prägen Meer, Landwirtschaft, Häfen, erneuerbare Energien und das Miteinander von Deutschen, Dänen und Friesen das Land.

Welche Geschichten verbinden Sie mit Schleswig-Holstein? Teilen Sie Ihre Erinnerungen, Fotos und Familiengeschichten mit uns hier in der Heimatgeschichte!

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Quelle: Zur Verfügung gestellt vom Betreiber · Grundlage: Wikipedia