Niedersachsen – vom Stammesherzogtum der Sachsen zum Land der Welfen
Im Gebiet des heutigen Niedersachsen siedelte seit dem frühen Mittelalter der Stamm der Sachsen, die Karl der Große in langen Kriegen unterwarf und christianisierte. Das spätere Herzogtum Sachsen erlebte unter Heinrich dem Löwen eine Blütezeit, dessen Nachfahren, die Welfen, das Land über Jahrhunderte prägten. Städte wie Braunschweig, Lüneburg und Goslar wurden durch Handel, Salz und Bergbau reich. 1648 wurde in Osnabrück und Münster der Westfälische Frieden geschlossen.
Die welfischen Kurfürsten von Hannover bestiegen 1714 auch den britischen Thron; die Personalunion dauerte bis 1837. Das Königreich Hannover wurde 1866 von Preußen annektiert. Daneben bestanden Oldenburg, Braunschweig und Schaumburg-Lippe als eigene Länder.
In der NS-Zeit wurden auch hier Menschen verfolgt und ermordet; im Lager Bergen-Belsen starben Zehntausende Häftlinge und Kriegsgefangene. Nach 1945 bildete die britische Militärregierung 1946 aus Hannover, Oldenburg, Braunschweig und Schaumburg-Lippe das Land Niedersachsen, das sehr viele Flüchtlinge und Vertriebene aufnahm. Wolfsburg wurde zum Symbol des Wirtschaftswunders.
Heute verbindet Niedersachsen Küste, Heide und Harz, Landwirtschaft und Autoindustrie mit einer ausgeprägten regionalen Vielfalt.
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