Heimatgeschichte · Frankfurt am Main ·

Hessen – von der Landgrafschaft zum Bundesland im Herzen Deutschlands

Der Name Hessen geht auf den germanischen Stamm der Chatten zurück. Im 8. Jahrhundert wirkte Bonifatius hier als Missionar, das Kloster Fulda wurde ein geistiges Zentrum. Im Mittelalter entstand die Landgrafschaft Hessen; unter Landgraf Philipp dem Großmütigen wurde sie im 16. Jahrhundert zu einer Vorreiterin der Reformation, und in Marburg entstand die erste protestantische Universität.

Nach Philipps Tod wurde Hessen geteilt, vor allem in Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt. Daneben bestanden Nassau und die freie Reichsstadt Frankfurt, in der die Kaiser gewählt und gekrönt wurden. 1848 tagte in der Frankfurter Paulskirche die erste deutsche Nationalversammlung. 1866 annektierte Preußen Kurhessen, Nassau und Frankfurt, während Hessen-Darmstadt selbstständig blieb.

In der NS-Zeit wurden auch in Hessen Jüdinnen und Juden und andere Gruppen verfolgt, deportiert und ermordet, in der Tötungsanstalt Hadamar wurden Tausende kranke und behinderte Menschen umgebracht. Nach dem Krieg bildete die amerikanische Besatzungsmacht 1945 Groß-Hessen, das sich 1946 eine Verfassung gab und seitdem Hessen heißt.

Heute prägen das Finanzzentrum Frankfurt, Industrie, Universitäten und waldreiche Mittelgebirge das Land.

Welche Geschichten verbinden Sie mit Hessen? Teilen Sie Ihre Erinnerungen, Fotos und Familiengeschichten mit uns hier in der Heimatgeschichte!

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Quelle: Zur Verfügung gestellt vom Betreiber · Grundlage: Wikipedia