Baden-Württemberg – von Staufern und Fürstentümern zum Südweststaat 1952
Den Südwesten durchzog einst der römische Limes, nach den Römern siedelten hier die Alemannen. Im Hochmittelalter stellten die Staufer von ihrer Stammburg auf der Schwäbischen Alb aus Kaiser und Könige. Danach zerfiel das Land in viele Herrschaften: die Grafschaft und spätere Herzogtum Württemberg, die Markgrafschaften Baden, die Kurpfalz, habsburgisches Vorderösterreich, die Hohenzollern-Fürstentümer, zahlreiche Reichsstädte und Klöster.
Unter Napoleon wurde die Landkarte neu gezeichnet: Württemberg wurde Königreich, Baden Großherzogtum, beide wuchsen stark. Baden war 1848/49 ein Zentrum der Revolution. Im 19. Jahrhundert legten Erfinder wie Carl Benz, Gottlieb Daimler und Robert Bosch das Fundament für eine starke Industrie; zugleich wanderten viele Menschen aus Armut aus.
In der NS-Zeit wurden Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma und politische Gegner verfolgt; auf Schloss Grafeneck wurden Tausende kranke und behinderte Menschen ermordet. Nach 1945 teilten die Besatzungsmächte das Gebiet in Württemberg-Baden, Württemberg-Hohenzollern und Baden. Nach einer Volksabstimmung wurden sie 1952 zum Land Baden-Württemberg vereinigt.
Heute ist Baden-Württemberg ein Land der Tüftler und Weltmarktführer, geprägt von Schwarzwald, Bodensee und regionaler Vielfalt.
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