Berlin – von der Doppelstadt an der Spree zur Hauptstadt des vereinten Deutschlands
Berlin entstand im 13. Jahrhundert als Doppelstadt Berlin-Cölln an der Spree. Unter den Hohenzollern wurde es Residenz der Kurfürsten von Brandenburg und 1701 Hauptstadt des Königreichs Preußen. Glaubensflüchtlinge wie die Hugenotten trugen zum Aufstieg bei, Friedrich der Große prägte die Stadt im 18. Jahrhundert.
1871 wurde Berlin Hauptstadt des Deutschen Kaiserreichs und wuchs zur Industriemetropole. 1920 entstand Groß-Berlin, und in der Weimarer Republik wurde die Stadt zu einem Zentrum von Kultur und Wissenschaft.
Von Berlin aus regierten die Nationalsozialisten ihre Diktatur; hier wurden Verfolgung, Krieg und der Holocaust geplant, auf der Wannsee-Konferenz 1942 die Deportation und Ermordung der europäischen Juden organisiert. Zehntausende Berliner Jüdinnen und Juden wurden deportiert und ermordet. 1945 lag die Stadt in Trümmern.
Nach dem Krieg wurde Berlin in Sektoren geteilt. Die Blockade 1948/49 überstand West-Berlin mit der Luftbrücke. Am 13. August 1961 errichtete die DDR die Mauer, an der viele Menschen bei Fluchtversuchen starben. Am 9. November 1989 fiel die Mauer, seit der Wiedervereinigung ist Berlin Hauptstadt Deutschlands.
Heute ist Berlin eine internationale Metropole, geprägt von Geschichte, Kreativität und Vielfalt.
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