Heimatgeschichte · Mecklenburgische Seenplatte ·

Mecklenburg-Vorpommern – Slawen, Hanse und schwedische Herrschaft an der Ostsee

Im frühen Mittelalter lebten an der südlichen Ostseeküste slawische Stämme wie die Obodriten, deren Fürsten später Stammväter des mecklenburgischen Herzogshauses wurden. Mit der Ostsiedlung entstanden Städte wie Rostock, Wismar, Stralsund und Greifswald, die als Mitglieder der Hanse reich wurden; Rostock und Greifswald erhielten im 15. Jahrhundert Universitäten.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg kamen Vorpommern und Wismar an Schweden, das hier lange herrschte, bevor Vorpommern im 19. Jahrhundert an Preußen fiel. Mecklenburg blieb in die Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz geteilt, die später Großherzogtümer wurden, und war stark von Gutsherrschaft und Landwirtschaft geprägt. Viele Menschen wanderten im 19. Jahrhundert aus. Nach 1918 wurden beide Teile Freistaaten.

In der NS-Zeit wurden auch hier Menschen verfolgt und ermordet; in Peenemünde entwickelten Zwangsarbeiter und Ingenieure Raketenwaffen. Nach 1945 entstand in der sowjetischen Zone das Land Mecklenburg, das viele Flüchtlinge und Vertriebene aufnahm. Mit der Bodenreform wurde der Großgrundbesitz enteignet. Das Land wurde 1952 in DDR-Bezirke aufgeteilt und 1990 als Mecklenburg-Vorpommern neu gegründet.

Heute prägen Ostseeküste, Seenplatte, Tourismus, Häfen und Landwirtschaft das dünn besiedelte, weite Land.

Welche Geschichten verbinden Sie mit Mecklenburg-Vorpommern? Teilen Sie Ihre Erinnerungen, Fotos und Familiengeschichten mit uns hier in der Heimatgeschichte!

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Quelle: Zur Verfügung gestellt vom Betreiber · Grundlage: Wikipedia