Sachsen – von der Mark Meißen zum Freistaat der friedlichen Revolution
Sachsens Kern bildet die Mark Meißen, die seit dem Hochmittelalter vom Haus Wettin regiert wurde. Silberfunde im Erzgebirge brachten großen Reichtum; im 15. Jahrhundert erhielten die Wettiner die sächsische Kurwürde. Im Umfeld des sächsischen Kurfürsten begann in Wittenberg die Reformation Martin Luthers.
Unter August dem Starken wurde Dresden im 18. Jahrhundert eine der prächtigsten Barockresidenzen Europas, in Meißen entstand das erste europäische Porzellan. Unter Napoleon wurde Sachsen Königreich, verlor aber nach 1815 große Gebiete an Preußen. Im 19. Jahrhundert entwickelte es sich zu einer der führenden Industrieregionen Deutschlands; Leipzig war Messe- und Buchstadt.
In der NS-Zeit wurden Jüdinnen und Juden und politische Gegner verfolgt und ermordet. Im Februar 1945 zerstörten Luftangriffe große Teile Dresdens. In der DDR wurde das Land 1952 in Bezirke aufgeteilt. Nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 blieb die SED-Herrschaft bestehen. Die Montagsdemonstrationen in Leipzig wurden 1989 zu einem Motor der Friedlichen Revolution; 1990 entstand der Freistaat Sachsen neu.
Heute verbinden sich in Sachsen reiche Kunst- und Industrietradition mit Forschung, Technologie und dem Wiederaufbau historischer Städte.
Welche Geschichten verbinden Sie mit Sachsen? Teilen Sie Ihre Erinnerungen, Fotos und Familiengeschichten mit uns hier in der Heimatgeschichte!