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Sachsen-Anhalt – vom Kernland der Ottonen zum Land der Reformation

Das Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt ist uraltes Siedlungsland; die Himmelsscheibe von Nebra zeugt von der Bronzezeit. Im 10. Jahrhundert war es Kernland der ottonischen Könige und Kaiser: Otto der Große förderte Magdeburg, das Sitz eines Erzbistums wurde, und Quedlinburg war ein bedeutender Ort der Königsherrschaft.

Im 16. Jahrhundert ging von Wittenberg die Reformation aus; Martin Luther wurde in Eisleben geboren und starb dort. Das Land war über Jahrhunderte zersplittert: Neben geistlichen Herrschaften bestanden kursächsische Gebiete und die Fürstentümer der Askanier in Anhalt. Nach 1815 wurde ein großer Teil zur preußischen Provinz Sachsen. Dessau wurde durch das Gartenreich Dessau-Wörlitz und später durch das Bauhaus bekannt.

In der NS-Zeit wurden Menschen verfolgt und ermordet, in Bernburg bestand eine Tötungsanstalt für kranke und behinderte Menschen. Nach dem Krieg entstand in der sowjetischen Zone das Land Sachsen-Anhalt, das die DDR 1952 in Bezirke aufteilte; 1990 wurde es neu gegründet. Chemie und Braunkohle prägten die Wirtschaft, bevor nach der Wende ein tiefer Strukturwandel folgte.

Heute prägen Welterbestätten, Harz und Elbe, Landwirtschaft und neue Industrien das Land.

Welche Geschichten verbinden Sie mit Sachsen-Anhalt? Teilen Sie Ihre Erinnerungen, Fotos und Familiengeschichten mit uns hier in der Heimatgeschichte!

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Quelle: Zur Verfügung gestellt vom Betreiber · Grundlage: Wikipedia