Regierungsbezirk Münster – vom Fürstbistum zum Münsterland und nördlichen Revier
Über Jahrhunderte prägte das Hochstift Münster die Region: Die Fürstbischöfe regierten ein großes geistliches Territorium, daneben bestanden die Grafschaften Tecklenburg, Lingen und Steinfurt, kleinere Herrschaften sowie das kurkölnische Vest Recklinghausen. 1648 wurde in Münster und Osnabrück der Westfälische Friede geschlossen, der den Dreißigjährigen Krieg beendete.
1803 fiel Münster an Preußen, und Freiherr vom Stein leitete die neue Verwaltung. In der Franzosenzeit gehörte die Region zum Großherzogtum Berg und später zum Kaiserreich Frankreich. Nach dem Wiener Kongress wurde 1816 der Regierungsbezirk Münster in der Provinz Westfalen gebildet, erster Oberpräsident war Ludwig von Vincke. Im Süden entstand mit dem Bergbau das nördliche Ruhrgebiet mit Städten wie Gelsenkirchen, Bottrop und Recklinghausen. Auch hier wurden in der NS-Zeit jüdische Menschen und andere Verfolgte entrechtet, deportiert und ermordet.
Seit 1946 gehört der Bezirk zu Nordrhein-Westfalen; die letzten Zechen schlossen im Zuge des Strukturwandels.
Heute prägen das ländliche Münsterland mit seinen Wasserschlössern, die Universitätsstadt Münster und das Emscher-Lippe-Gebiet die Region.
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