Heimatgeschichte · Gütersloh ·

Regierungsbezirk Detmold – Ostwestfalen und Lippe unter einem Dach

Ostwestfalen-Lippe hat zwei historische Wurzeln. Über Jahrhunderte bestanden hier das Fürstbistum Paderborn, die Grafschaft Ravensberg, das Fürstentum Minden und die Grafschaft, später das Fürstentum Lippe. Das Hermannsdenkmal bei Detmold erinnert an die Varusschlacht, die das 19. Jahrhundert zum nationalen Mythos machte.

Minden und Ravensberg kamen schon im 17. Jahrhundert an Brandenburg-Preußen; Bielefeld wurde später ein Zentrum der Leinen- und Textilindustrie. Nach dem Wiener Kongress bildete Preußen den Regierungsbezirk Minden in der Provinz Westfalen. Lippe blieb dagegen ein eigener Staat, bis 1918 Fürstentum, danach Freistaat. In der NS-Zeit wurden auch in Ostwestfalen und Lippe Jüdinnen und Juden und andere Verfolgte entrechtet und deportiert; die Wewelsburg bei Büren diente der SS als Kultstätte, im Lager dort starben viele Häftlinge.

1947 trat Lippe Nordrhein-Westfalen bei. Die Lippischen Punktationen vereinten Minden und Lippe, der Regierungssitz wanderte nach Detmold, und der Bezirk erhielt seinen heutigen Namen.

Heute prägen mittelständische Industrie, Hochschulen und Kurorte wie Bad Oeynhausen die Region.

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von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Zur Verfügung gestellt vom Betreiber · Grundlage: Wikipedia