Regierungsbezirk Arnsberg – Sauerland, Siegerland und östliches Ruhrgebiet
Vor 1800 gehörte das Gebiet zu ganz unterschiedlichen Territorien: Das Sauerland bildete als Herzogtum Westfalen einen Teil Kurkölns, die Grafschaft Mark mit ihrem Hauptort Hamm stand seit dem 17. Jahrhundert unter brandenburgisch-preußischer Herrschaft, Dortmund war freie Reichsstadt, das Siegerland gehörte zu Nassau. Bergbau und Eisenverarbeitung hatten hier schon früh Tradition.
Nach dem Wiener Kongress bildete Preußen 1816 den Regierungsbezirk Arnsberg in der Provinz Westfalen. Oberpräsident Ludwig von Vincke wählte bewusst Arnsberg als Sitz, um das Sauerland wirtschaftlich zu fördern und die katholische Bevölkerung an Preußen zu binden. Im Süden des Ruhrgebiets entstanden mit Kohle und Stahl Großstädte wie Dortmund, Bochum und Hagen. In der NS-Zeit wurden auch hier Menschen verfolgt, deportiert und ermordet, Zwangsarbeiter mussten in Industrie und Bergbau arbeiten; Bombenkrieg und die Zerstörung der Möhnetalsperre 1943 forderten viele Opfer.
Seit 1946 gehört der Bezirk zu Nordrhein-Westfalen; nach dem Ende von Zechen und Hochöfen setzte ein tiefgreifender Strukturwandel ein.
Heute prägen Hochschulen, Industrie und die Wälder von Sauerland und Siegerland den Bezirk.
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